1972

Im Juni erwarb Günter Bioly als erster in Ennepetal die Übungsleiterlizenz für Volleyball.Die Olympischen Spiele in München brachten Volleyball per Bildschirm ins Haus. Die Sportart wurde so einem breiten Publikum nahegebracht. Das olympische Turnier gewannen Japan (Herren) und die Sowjetunion (Damen).In der TG Voerde waren es Horst Samm und Helga Cordier, die in ihren Turnstunden mit dem Pritschen und Baggern begannen. Jungen und Mädchen trainierten und spielten gemeinsam. Überhaupt ist Volleyball eine der wenigen Sportarten, bei der Männer und Frauen, jung und alt, gegeneinander, vor allem aber miteinander spielen können, denn ein Körperkontakt im Kampf um den Ball ist nahezu ausgeschlossen.Unser Verein war damit einer der ersten im heimischen Raum, der Volleyball in sein Sportangebot aufnahm.Die ersten Trainingsabende fanden noch gemeinsam in der Turnhalle Loher Straße statt. 18 Jungen und 15 Mädchen drängten sich in der Halle.

1973

Anfang des Jahres gründeten wir eine eigenständige Abteilung Volleyball neben den “traditionellen” Abteilungen Turnen, Handball, Prellball und Leichtathletik. Im Herbst konnte die starke Gruppe geteilt werden. Günter Bioly zog mit den Mädchen in die Effeyschule um, Helga Cordier blieb mit den Jungen in der vereinseigenen Halle in der Loher Straße. So war es möglich, ein effektiveres Training durchzuführen, da einfach mehr Zeit und Raum zur Verfügung standen. Eine Mädchenmannschaft trat zum ersten Mal anläßlich einer sogenannten Pflichtspielrunde im Märkischen Turngau an die Öffentlichkeit. Sie spielte gegen TV Letmathe und Sümmern jeweils 2:0. Die Vereinsrnannschaft war dabei fast identisch mit der Effey-Schulmannschaft. Diese Mädchen wurden im Dezember auch Kreismeister der Schulen. Gerhard Ritz stiftete einen ansehnlichen Betrag, von dem acht neue Volleybälle gekauft werden konnten.

1974

Im Mai wurden die Mädchen ungeschlagen Gau­meister der weiblichen Jugend. Zwei Monate später stellten wir den Antrag auf Mitgliedschaft im WVV (Westdeutscher Volleyballverband) und wurden unter der Mitglieds-nummer NR 31-05 aufgenommen. Die Jungen nahmen damit erstmals als Männer­mannschaft am Spielbetrieb des WVV teil, eine 2. Mannschaft spielte bei den Gaumeisterschaften des WTB. Eine Mädchenmannschaft nahm als B-Jugend (Spielerinnen, die im Spieljahr noch keine 17 Jahre alt sind) an Wettkämpfen teil. Wie wenig Vereine in dieser Zeit Volleyball spielten, zeigen die weiten Reisen nach Bottrop, Duisburg, Essen und Marl. Gleichzeitig nahm die Mannschaft an einer Gaurunde des WTB teil.Im September holten die Mädchen auf einem SMV­ Sportfest am Reichenbach-Gymnasium ihren ersten Pokal.
Claudia Schönlau, Beate Maurer, Edith Preisner, Sabine Traub, Petra Söhn, Cornelia Rüggeberg, Sabine Stöckel, Alexandra Pfeiffer
Bei den erstmals im Oktober ausgespielten Stadtmeisterschaften wurden unsere Männer und Frauen auf Anhieb Meister. Ein erstes eigenes Turnier für Frauen veranstalteten wir in der Rundturnhalle in Hagen-Eilpe, da uns in Ennepetal noch keine geeignete große Halle zur Verfügung stand. In der neuen Saison 74/75 spielten die Mädchen als Frauenmannschaft in der damals untersten Klasse, der Bezirksklasse Sauerland. So wurden die Entfernungen geringer. Wir brauchten nur noch nach Schwerte, Letmathe, Fröndenberg, Gevelsberg und Hagen zu fahren. Ende des Jahres wechselten die Jungen mit ihrem neuen Trainer Walter Knuff in die neue Turnhalle Voerde-Nord. Die Herren erreichten bei den Westfalenmeister-schaften einen 4. Platz.

1975

Im Mai wurden die Mädchen in der B-Jugend Gaumeister des West-deutschen Turnerbundes in Garbeck und qualifizierten sich damit für die West­falenmeisterschaften in Bochum. Doch nach dort wurden sie eine Woche zu spät eingeladen. Da fanden nämlich die Meisterschaften der A-Jugend statt. Aller Protest half nichts. Sie spielten also gegen Mann­schaften, deren Spielerinnen bis zu drei Jahre älter waren. Mit “Wut im Bauch” traten sie an und unterlagen im entscheidenden Spiel gegen den VfL Bochum denkbar knapp mit 13:15, 15:13, 14:16 und wurden damit immerhin Vizemeister. Erste Kontakte wurden zu den Volleyballern in Ennepetals belgischer Partnerstadt Vilvoorde aufgenommen. Die Männer-mannschaft nahm anläßlich eines Europafestes an einem Freiluftturnier auf Asphaltplätzen teil. Als bestes nichtbelgisches Team kehrte sie mit einem guten 4. Platz von 12 Mannschaften zurück. Die Männer verteidigten ihren Stadtmeistertitel. Es spielten: Matthias Bioly, Helmer Eiben, Michael Henning, Wolfgang Hinne, Ernst Kühling, Walter Schmidt.

1976

Die gemischte Truppe, die vorher einige Semester im Rahmen der Volkshochschule gespielt hatte, trat unserem Verein bei. Axel Wilkes übergab das Training, das damals noch in der Halle der Realschule stattfand an Hans Baum aus der 1. Mannschaft. Hans hatte in diesem Jahr die Möglichkeit, dem Trainer der Herren-Nationalmannschaft sein Können zu zeigen. Doch zu einer Einladung zu einem Sichtungslehrgang ist es leider nicht gekommen. Zum ersten Mal waren die Stadtmeisterschaften des Stadtverbandes für Leibesübungen auch für gemischte Hobbymannschaften ausgeschrieben. Von den vier teilnehmenden Mannschaften wurde unsere dritte. Die Mädchen verteidigten ihren Stadtmeistertitel bei den Frauen. Sie wurden wie im Vorjahr Gaumeister der A-Jugend und wiederholten den zweiten Platz bei den Westfalenmeisterschaften in Hagen. Die Herren gingen bei der gleichen Veranstaltung in Lüdenscheid als Außenseiter an den Start und kamen mit einem 4. Platz unter 9 Mannschaften nach Hause.

1977

Das “jüngste Kind” der Volleyballabteilung, die gemischte Mannschaft, nahm eine erfreuliche Aufwärtsentwicklung. Sie nahm erstmals an Rundenspielen des Märkischen Turngaues teil. Hans Baum gab im April sein Traineramt an Helmer Eiben ab, da er seinen Dienst bei der Bundeswehr antreten mußte. Die Frauenmannschaft schaffte ungeschlagen, mit 28:0 Punkten und 42:3 Sätzen, den Aufstieg in die Bezirksliga. Zur Mannschaft gehörten: Marina Bachmann, Christina Bangert, Heike Dohle, Jutta Hatzig, Alexandra Pfeiffer, Edith Preisner, Doris Rühl, Claudia Schönlau, Meike Santjer, Sabine Traub und Elke Weissflog. Gesucht wurde immer noch ein passender Name für die Gruppe in der Turnhalle Breslauer Platz, die zu dieser Zeit ca. 20 Mitglieder hatte: Hobby­volleyballer, Trimm-Dich-Volleyballer, Volleyball­-Hobby gemischt oder so ähnlich. Die Frauen wurden in diesem Jahr in der neuen Kreissporthalle Stadtmeister.

1978

Beim Sommerfest an und in der vereinseigenen Halle zeigten die “Gemischten” in einem Demonstrations­spiel gegen ihre langjährigen Freunde von Jahn Westerbauer, wie schön das Volleyballspielen sein kann.
Zum ersten Mal organisierten wir in der Kreissporthalle ein Turnier für Mixed-Mannschaften, um weitere Kontakte zu Mannschaften mit gleichem Leistungs­stand und gleichen Interessen zu knüpfen. Max Störring, unser Vereinsvorsitzender, eröffnete das Turnier. Er bedankte sich für die rege Teilnahme und übergab jeder Mannschaft ein Ennepetaler Stadtwappen. Unsere Mannschaft belegte Platz 3 von 10 Mannschaften. Während der Spiele fehlte die ordnende und beruhigende Hand des Trainers, da Helmer Eiben vor einiger Zeit sein Amt aus beruflichen Gründen abgegeben hatte. Beim Training betätigte sich dann jeder mal als Übungsleiter und hielt die Truppe fit.

wimpel

Volleyballwimpel entworfen und hergestellt von Ursel und Walter Sturm

Leider löste sich die Männermannschaft auf. Durch den Weggang von Trainer Walter Knuff war eine kontinuierliche Arbeit nicht mehr möglich, und ein neuer Trainer war nicht zu finden. Bundeswehr und Abitur taten ein übriges.

1979

Werner Dohle wurde im Mai von Helmut Lücker als Leiter der Mixed-Abteilung abgelöst. Beim zweiten Turnier im September nahmen erstmals Volleyballer aus Vilvoorde teil. Schon im Frühjahr wurden die Einladungen verschickt. Sportler vom RMS UNIVIL wurden von Bürgermeister Rettberg im “Hühnerloch” bei einem gemeinsamen Mittagessen begrüßt.
Max Störring gab unseren Gästen einen Überblick über die sportlichen Möglichkeiten in unserem Verein. Zu erwähnen ist noch, daß es in Belgien nicht üblich ist, in gemischten Mannschaften zu spielen. Extra für ihren Trip nach Deutschland hatten sich Volleyballer aus den Männer- und Frauen-mannschaften zusammengefunden. Unsere Frauenmannschaft stieg nach zweijähriger Zugehörigkeit zur Bezirksliga wieder in die Bezirksklasse ab. Aber Stadtmeister wurden sie doch wieder. Als erste Volleyballer heirateten Karin Baxmeier und Michael Tietzsch.

1980

Die Einladung der Vilvoorder Spieler wurde in diesem Jahr eingelöst. Im Juni fuhren 10 Spieler unserer Gemischten nach Belgien zum RMS UNIVIL. Zu den Gepflogenheiten dieser Städtefreundschaft gehört ein Empfang beim Bürgermeister im altehrwürdigen Rathaus mit anschließendem gemeinsamen Mittagessen. Dann ging es in die Halle zum Volleyball. Am Sonntagmorgen fuhren wir mit unseren Gast­gebern nach Brüssel zur Stadtbesichtigung. In einer urigen Studentenkneipe verging die Zeit so schnell, so daß wir mit Verspätung in die Landwirtschaftsschule zurück-kamen.
Helmut Lücker und Michael Tietzsch übernahmen im Wechsel das Training. Durch den Weggang älterer Spielerinnen war bei den Frauen die Mann-schaft so geschwächt, daß Siege immer seltener wurden. Und Erfolgs-erlebnisse werden nun einmal im Sport benötigt, um die Lust am Spielen nicht zu verlieren.

1981

Beim diesjährigen Kirmeszug im Juni fiel den Volleyballmädchen die Ehre zu, die Sportler der TG Voerde mit der Turnerfahne anzuführen. Zum vierten eigenen Turnier in der Kreissporthalle waren auch wieder unsere Freunde aus Vilvoorde dabei. Oberturnwart Werner Ritz überreichte zum dritten Mal den Wanderpokal an die Mannschaft vom TUS Holzen-Sommerberg. Erstmals haben wir bei einem Turnier die Sätze nicht bis zum 15. Satzpunkt ausgespielt. Wir haben die Spielzeit der Sätze auf je 10 Minuten begrenzt. So kann man die Spielzeiten genau planen, was sonst beim Volleyball kaum möglich ist. Im Beiprogramm boten wir den Vilvoordern eine Stadtrundfahrt mit anschließender Besichtigung der Kluterthöhle. Helmut Lücker übernahm nun allein das Training der gemischten Mannschaft und der Jungen in der Effeyschule. Hein; Genet wurde als trainingsfleißigster in diesem Jahr mit einem Präsent belohnt. Eine Frauenmannschaft spielte wieder in der Kreisklasse des WVV.

Empfang im Rathaus Vilvoorde
Empfang im Rathaus Vilvoorde

 

Die Mixed-Mannschaft und die weibliche Jugend wurden Stadtmeister.

1982

Im 120. Jubiläumstahr stellte sich die TG Voerde von 1862 im April in der neuen Sporthalle am Reichenbach-Gymnasium der Öffentlichkeit vor. Alle Abteilungen von A wie Altersturner bis V wie Volleyballer zeigten Proben ihres Könnens. Zum zweiten Mal war die Mixed-Mannschaft zum Turnier in Vilvoorde. Übernachtet haben wir in der neuen Landwirtschaftsschule, aber zur verdienten Nachtruhe kamen wir erst nach einer Nachthemden­party. Der Sonntag gehörte der Kultur, d.h. einem Besuch im Rubens-Kastell und einer prächtigen Blumenschau in Brüssel. Von der Rückfahrt sprechen wir noch Jahre später: Nach dem Tanken in Lüttich versuchte der Busfahrer mittels einer handflächengroßen BENELUX­Straßenkarte durch die Ardennen – immer weiter in südliche Richtung – nach Ennepetal zu gelangen. Wir haben es dann doch geschafft! Die Mixed-Mannschaft nahm beim TSV Kabel am Turnier zum 100. Jubiläum teil. Sie holten “Bronze” von 8 Mannschaften. Es folgte ein Turniersieg beim TSV Schwelm. Die Mannschaft war bei den Pokalkämpfen des WTB in Unna dabei, wo 9 Stunden Volleyball gespielt wurde. Jürgen Kettler und Helmut Lücker hatten die Mühen eines Übungsfeiterlehrganges auf sich genommen und diesen erfolgreich abgeschlossen. Jürgen übernahm danach das Training der Jungen und Helmut das der Mädchen. Heinz Genet löste Helmut Lücker als Leiter der gemischten Mannschaft ab. Die Jungen und Mädchen veranstalteten eine gemeinsame Weihnachtsfeier.

stadtmeister_1983

v.l. Michael Tietzsch, Pawittar Singh, Heinz Genet, Helmut Lücker
Ursel Sturm, Uschi Lücker, Karin Genet

Die Mixed holte beim eigenen Turnier den neu gestifteten Wanderpokal.

1983

Im Februar haben wir den Inder Pawittar Singh verabschiedet, der einige Jahre ein gern gesehenes Mitglied bei uns Volleyballern war und nun in die USA auswanderte. Leider haben wir seitdem nie wieder etwas von ihm gehört. Anläßlich des 10jährigen Bestehens der Volleyball­Abteilung führten wir ein “Turnier für Jedermann” durch. Eingeladen waren alle Mitglieder des Vereins, die einmal einen Volleyball in die Hand nehmen wollten, sowie alle Ehemaligen. Die Mannschaften wurden durch Los bestimmt. Zum dritten Mal waren wir Ausrichter des Gau-Pokal­Turniers des MTG. Im August organisierten wir ein Turnier für Frauenmannschaften. Im September fanden am Tanneneck die Leichtathletik-Vereinsmeisterschaften statt. Zwischen den Wettkämpfen hatten wir Volleyballer Gelegenheit, unter freiem Himmel ein Spiel vorzuführen. An einer selbstgebastelten Netzanlage ergaben sich ungeahnte Spielmöglichkeiten beim Schlagen des Balles mit dem Wind – oder auch dagegen. Die Vilvoorder waren wieder da. Bürgermeister Harald Wolf und Friedrich-Wilhelm Stich begrüßten die Gäste. Am ersten Abend drehten wir die westfälische Spezialität “Spießbraten”, eine Sache, die man in Belgien nicht kennt. Am Sonntag waren wir im Freilichtmuseum Mäckingerbachtal.

Besuch aus Vilvoorde

Ein Kuriosum am Rande des Mixed-Turniers: Nach der Absage der SE Gevelsberg fehlte eine Mannschaft, um die Gruppen zu komplettieren. Spontan fand sich aus den Reihen der Ersatzleute und Zuschauer ein Team zusammen, “VC Zufall” genannt, das zum Erstaunen aller auf dem 6. Rang landete (bei 12 Mannschaften). Statt einer Weihnachtsfeier gingen die Mädchen nach Wuppertal aufs Eis.

1984

Im März waren wir Ausrichter des 1. Pokalturniers des Märkischen Turngaues für Mixed-Mannschaften.
Im Mai waren wir in Vilvoorde. Gespielt wurde auf einem Schulhof auf Asphalt, und das war ungewohnt hart. Diesmal besichtigten wir die königlichen Gewächshäuser und das Chinesische Museum in Brüssel.
Erstmals organisierte der MTG eine Meisterschafts­runde für gemischte Mannschaften, Gaüliga genannt. Auf Anhieb wurde unser A-Team Vize; die jüngere B-Mannschaft sammelte Erfahrungen und belegte den letzten Platz.
Männliche Jugend:
hinten von links: Thomas Bioly, Kai Schürfeld, Markus Dicks, Christoph Tratzki, Thorsten Söhnchen, Trainer Jürgen Kettler
vorne: Hartmut Schack, Frank Schröer, Thomas Lücker
Jürgen Kettler; seit fünf Jahren aktiv, übernahm das Training der Damen.

1985

Im Januar luden wir zu einem Volleyballtreffen der gesamten Abteilung in die Turnhalle Loher Straße ein. So lernten sich alle noch näher kennen bei Kaffee und Kuchen und natürlich auch beim Volleyballspielen. Anläßlich seines 100. Geburtstages nahmen wir am Jubiläumsturnier des TV Rüggeberg mit einer ge­mischten Mannschaft teil. Es sollte ein Nachmittag ohne verbissene Wettkämpfe sein. Wir schickten nicht die beste, aber die älteste Mannschaft. So brachten unsere 8 Damen und Herren über 333 Jahre aufs Feld. Am Ende gingen sie mit “Bronze” bei 12 Mannschaften nach Hause. Im September hatten wir die Vilvoorder Volleyballer zu Besuch. Sie wurden von Bürgermeister Döpp und unserem Vorsitzenden Friedrich-Wilhelm Stich begrüßt. Abends feierten wir in der “Pension Dresel” in Rüggeberg mit einem zünftigen Spanferkelessen. Nach Jahren der Abstinenz nahm wieder eine Männermannschaft an den Stadt-meisterschaften teil. Wim Coppens aus Vilvoorde, der seinen Wohnsitz nach Ennepetal verlegt hatte, übernahm das Training der Jungen. Ab Herbst spielte die Mannschaft um Punkte in der Kreisklasse des WVV. Nach einer umfassenden Spielklassenreform im WVV wurde unsere Frauenmannschaft in die nächsthöhere Kreisliga eingestuft. Dort waren qualifiziertere Schiedsrichterlizenzen erforderlich, die wir aber nicht besaßen. Unsere Bitte an den Staffelleiter um Erlaß dieser Lizenzen für diese Saison wurden, für uns unverständlich, abgewiesen. So wurde die Mannschaft vom laufenden Spielbetrieb zurückgezogen, um dem Verein wiederholte Ordnungsstrafen zu ersparen. Ab November gab Ute Himmen einer Gruppe “Minis” (8-11 Jahre) die Möglichkeit, spielerisch die Grundzüge des Volleyballspiels zu erlernen.

1986

Helmut Lücker löste Günter Bioly als Leiter der Volleyballabteilung ab. Die Mixedmannschaft wurde in der 3. Saison Meister des Märkischen Turngaues.
Eine Frauenmannschaft spielte wieder in der Kreisklasse des WVV. Die Männermannschaft hingegen wurde nicht gemeldet. Der Besuch in Vilvoorde brachte wiederum neue Eindrücke. So waren wir am Sonntag im Park von Tervuren und dem dortigen Afrika-Museum.

Gaumeister 1986: Heinz Genet, Jürgen Kettler, Helmut Lücker, Martin Sturm, Andree Grüterich, Uschi Lücker, Iris Landgrafe, Ursel Sturm, Karin Genet

Im Februar richteten wir ein internes Turnier in der Turnhalle Loher Straße aus.

1987

Auf einer Feierstunde anläßlich des 125jährigen Bestehens der Turn-gemeinde Voerde zeichnete der 1. Vorsitzende Friedrich-Wilhelm Stich die Mixedmannschaft für die im Vorjahr errungene Gaumeisterschaft aus. Ursel Sturm und Heinz Genet als Vertreter nahmen das Präsent in Empfang. Ein Höhepunkt war der Besuch des Deutschen Turnfestes in Berlin. Zehn Spieler der Mixed­Mannschaft nahmen dort am Volleyballturnier teil und wurden dabei als 65. beste deutsche Mannschaft geehrt. Eine gemischte Mannschaft aus jüngeren Spielerinnen und Spielern meldete sich auf den Aufruf des Stadtverbandes für Leibesübungen für die Bildung einer sog. “Stadtliga”. Dort sollte Mannschaften, die nicht an Spielrunden des WVV oder WTB teilnehmen, die Möglichkeit gegeben werden, ihre Kräfte unter­einander zu messen.

hinten: Jürgen Kettler, Helmut Lücker, Heinz Genet, Walter Sturm, Michael Tietzsch / vorne: Gaby Schleuter, Karin Genet, Uschi Lücker, Ursel Sturm, Karin Tietzsch.

1988

In diesem Jahr feierten wir das “kleine Jubiläum”: 15 Jahre Volleyball-abteilung bei der TG Voerde. In der abteilungsinternen Jahreshauptver-sammlung gab es anerkennende Präsente für die bisher geleistete Arbeit. Heinz Genet als wiedergewählter Leiter der Mixedabteilung dankte allen für ihre Mühe und ihr Engagement. Die Volleyballer zählen zur Zeit 36 Mitglieder in ihrer Abteilung, davon sind 22 “Gemischte”. Im Mai haben wir das 10. eigene Volleyballturnier für gemischte Mannschaften durchgeführt. Im Juni luden wir wieder zu einem Volleyballtreffen für ehemalige und derzeit aktive Spieler in unsere Turnhalle ein. Nach den Spielen wurde beim gemütlichen Beisammensein noch lange über gemeinsame Erlebnisse gesprochen. Zum Polterabend von Gaby Schleuter und Jürgen Kettler in der “Bummel” waren wir zahlreich vertreten. Die beiden Voerder, eine aus Voerde am Niederrhein, der andere aus Ennepetal-Voerde, begegneten sich 1984 in Tunesien bei einer Freizeit des LSB.

1989

Walter Sturm verabschiedete sich von den Volleyballern. Er war seit zwölf Jahren dabei und wechselte zu den Altersturnern. Im Januar fand ein Schiedsrichterlehrgang in der Effeyschule statt. Es sollte erwähnt werden, daß bei Meisterschaftsspielen und Turnieren jeweils Schiedsrichter aus den beteiligten Mannschaften eingesetzt werden. Das hält die Kosten der Abteilungen und Vereine sehr in Grenzen, da keine fremden Schiris eingeladen und auch bezahlt werden müssen. Im Mai nahm die Mixed-Mannschaft an den Westfalenmeisterschaften in Detmold teil. Ebenfalls im Mai, am Freitag, dem 13., heirateten Karin Bioly aus Ennepetal und Wim Coppens aus Vilvoorde. Bei den beiden hatte es beim Besuch der Vilvoorder Volleyballer im Jahre 1983 gefunkt. Sie besiegelten damit die erste Ehe zwischen den beiden Partnerstädten. Unsere Damenmannschaft holte im Juli den Pokal beim Turnier der Ski-Gemeinschaft Ennepetal.

von links nach rechts: Dörte Störring, Sabine Lücker, Andrea Wiese, Nadine Kötter, Ute Gruneberg, Sabine Cordier, Anja Störring, Gaby Kettler und Trainer Jürgen Kettler

Die jugendliche Mixedmannschaft verbrachte im September ein Wochen-ende zum besseren Kennenlernen in der Jugendherberge am Glörsee.

Vor Beginn der Stadtliga fertigte die Jugend in Handarbeit eigene Trikots an. Am Namen auf dem Rücken konnte man fortan die jeweiligen Spieler erkennen.

1990

Im Juni fuhr die ältere Mixedmannschaft nach Holland zu einem Turnier, um auch dort die Vereinsfarben zu vertreten. Die Jungen standen den Älteren in nichts nach und nahmen an einem Turnier in Kettenis (Belgien) teil. Die drei Tage im Zeltlager werden ihnen wohl noch lange im Gedächtnis bleiben.
Beim alljährlichen Freiluftturnier im Kettelbach gelangen den jungen Mixed-Spielern und Spielerinnen im Regen immer wieder nicht trainierbare Spielzüge. Aber Spaß hat es doch gemacht. Die Gauligamannschaft verbrachte im September ihren Wochenendausflug am Sorpesee. Der Aus­gleichssport Kegeln stand dort auch auf dem Programm. Und die an der Stadtliga teilnehmende Montags-Truppe unternahm im Oktober eine Fahrt zur Burg Altena. Helmut Lücker wurde zum Gaufachwart für Volleyball im MTG gewählt. An den Spielrunden im MTG sind nur Spieler spielberechtigt, die nicht in oberen Klassen des Westdeutschen Volleyballverbandes spielen, ausgenommen bis einschließlich Kreisliga.

1991

Auf der Jahreshauptversammlung der Volleyballer wurde Jürgen Kettler zum Leiter der Abteilung gewählt. Die Zahl der Mitglieder betrug zu diesem Zeitpunkt 46. Michael Tietzsch führte die Kasse inzwischen 10 Jahre lang.

Für ihre Verdienste um die Volleyballabteilung wurden geehrt: Michael Tietzsch, Uschi Lücker, Heinz Genet, Anja Störring, Jürgen Kettler, Helmut Lücker.

Eine heimische Firma stiftet den Volleyballern einen Satz Trikots. Lag es daran, daß damit die gemischte Mannschaft in diesem Jahr Stadtmeister wurde. Es spielten: Detlef Göbel, Gaby Kettler, Jürgen Kettler, Iris Landgrafe, Helmut Lücker, Sabine Lücker, Thomas Lücker und Anja Störring.

Unsere neuen Trikots
Im September erreichten wir beim Freiluftturnier anläßlich des Harkortbergfestes den 1. Platz. Ebenfalls in diesem Monat heirateten Iris Landgrafe und 9ndree Grüterich. Das Volleyballspiel hatte sie einander näher gebracht. Die “Fahrt ins Blaue” im Oktober endete diesmal am Rhein, mit einer Bootsfahrt nach Sinzig und dem Besuch in einer Folterkammer. Seit dem November haben wir zwei neue Übungsleiterinnen: Gaby Kettler und Anja Störring haben ihre Prüfungen bestanden.

1992

Auf der JHV Ende Januar wurden die “Mixed Senioren” geehrt. Sie wurden reaktiviert, weil die Gauliga in der abgelaufenen Saison auf 6 Mannschaften aufgestockt worden war. Am Ende belegten sie, ebenso wie die erste Mannschaft in der Gauoberliga, den 3. Platz. Im Mai fanden in Unna die Westfalenmeisterschaften für Mixed-Mannschaften statt. Dort trafen wir auf Gegner der unterschiedlichsten Spielklassen. Im Juni organisierten wir das 14. eigene Volleyball­Mixed-Turnier für Hobbymannschaften in der Drei­fachhalle des Reichenbach-Gymnasiums. Bei den Stadtmeisterschaften waren wir als einziger Ennepetaler Verein in allen Spielklassen vertreten. Die Wochenendfahrt führte uns in diesem Jahr auf den Spuren der Römer nach Xanten. Wir besuchten dort das Archäologische Museum, wo auch schon Thomas Gottschalk eine Sendung von “Wetten, daß” aufgezeichnet hatte, sowie das Regionalmuseum. Am Abend gingen wir verschiedene sportliche Aktivitäten nach. Der zweite Tag begann traditionell mit einem Stadtrundgang und endete mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken.

Treffen zur Fahrt nach Xanten
Seit Oktober trainiert unser Nachwuchs in der Turnhalle Loher Straße.

1993

Es geht weiter mit dem Volleyball bei der TG Voerde in Ennepetal!
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